ILWEA-BLOG 2018 - Homepage Frankenlandschule

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ERASMUS +
ILWEA-Projekt
Blog-Tagebuch zum 5. Englandpraktikum
 
Intercultural learning and work experience for apprentices
Interkulturelles Lernen und Berufserfahrung für Auszubildende

Im 5. Jahr in Folge ermöglicht die Frankenlandschule interessierten Schülerinnen und Schülern der Berufsschule 
die Teilnahme an einem Erasmus+ Mobilitätsprojekt in Guildford, England.

Am Freitag, 2.03.18 fliegen 8 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule der Frankenlandschule sowie 4 Schüler der Zentralgewerbeschule Buchen für einen dreiwöchigen Aufenthalt nach England. Dort erwartet sie ein abwechslungsreiches Programm bestehend aus Praktikum, Sprachkurs und Exkursionen, das die für das Projekt verantwortlichen Englischlehrerinnen Frau Müller und Frau Schubert in Zusammenarbeit mit dem International Centre des Guildford College erstellt haben. Ziele dieses Englandaufenthalts sind Verbesserung und Anwendung der Englischkenntnisse mit Muttersprachlern, Einblicke in die englische Arbeitswelt sowie das Kennenlernen von Land und Leuten.  Letzteres erfolgt neben der Unterbringung in Gastfamilien in Exkursionen am Wochenende, beispielsweise nach London oder Portsmouth. Auch in diesem Jahr wird das Projekt durch das Programm Erasmus+ Berufsbildung der Europäischen Union finanziell gefördert, sodass ca. zwei Drittel der Kosten für Aufenthalt und Programm abgedeckt werden. An vier Samstagvormittagen wurden die Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer auf die Zeit in England von den Projektleiterinnen v.a. in den Bereichen Sprache und Kultur vorbereitet, um einen eventuellen Kulturschock zu minimieren.

Im nachstehenden Blog berichten sie täglich von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in Guildford vom 2. – 25. März 2018.

Freitag, 2. März 2018
We left at first light – um 7 Uhr stiegen die 12 Teilnehmer und ich vor der Frankenlandschule in den Transferbus nach Frankfurt. Die Fahrt verlief reibungslos, und schon vor dem Flughafen konnten wir startende und landende Flieger bewundern. Nach Gepäckaufgabe und Wartezeit änderte man unsere Pläne ein wenig: Flugzeugtyp und Abfluggate wurden kurzfristig geändert, wodurch wir ein wenig mehr Fußweg im Terminal zurücklegen mussten. Die Teilnehmer ließen sich davon nicht beirren, war es doch wichtiger, dass wir überhaupt abheben würden – denn London hatte mit Schneefall zu kämpfen, weswegen einige spätere Flüge bereits ausfallen sollten. Während wir auf den Beginn des Boarding warteten besorgte sich meine Truppe noch einige letzte „German Mitbringsel“ für ihre Gastfamilien. Das Wetter war am Ende mit uns: Start, Flug und Landung verliefen wie geplant, und nach Rückeroberung des Gepäcks wurden wir von Roz und Hande vom Guildford College in Empfang genommen. Auf Grund des drohenden Schneefalls holten die Gastfamilien uns dann auch zügig bereits um 14 Uhr ab, daher ist unsere Tour durch Guildford zunächst auf den kommenden Sonntag verlegt. Trotzdem wollten die Teinehmer es sich nicht entgehen lassen, einander von ihren ersten Eindrücken zu berichten, und so kamen wir am Abend noch einmal zu Cider und Fish&Chips im zentral gelegenen Wetherspoon Pub zusammen. Wenn dieser erste Tag ein Indikator für die kommenden Tage ist, dann kann ich mich nur über meine vorbildliche, motivierte und positive Gruppe freuen und bin sehr gespannt auf den morgigen Tag und das, was wir in London sehen und erleben werden.

Kind regards
Mrs Schubert

Samstag, 3. März 2018
Um 9 Uhr trafen wir uns an der Guildford main station, um gemeinsam mit dem Zug nach London zu fahren. Mit großer Neugier auf das, was die zuständige Gruppe geplant hatte, starteten wir in den Tag. Nachdem das immer noch durch das Wetter angeschlagene Bahnsystem uns zum Ziel gebracht hatte, empfing uns ein klassisch nebeliges London. Zuerst besuchten wir den Tower of London, wo wir von einem tourist guide in historischer Uniform die oft blutige Geschichte des Tower of London erzählt bekamen. Anschließend teilte sich die Gruppe auf und erkundete auf eigene Faust das Gelände des beeindruckenden Baus und seinen tatsächlich 20 Türmen. Unter anderem bekam man die britischen Kronjuwelen,  historische Rüstungen sowie Waffen und Schwerter in einer interaktiven Ausstellung zu sehen. Auch die Raben des Towers konnten wir bestaunen - die Legende besagt, dass das Königreich verloren ist, sollten die Raben den Tower jemals verlassen. Danach gingen wir zur Tower Bridge, wo wir durch einen Aufzug zur oberen Brücke gebracht wurden. Als wir oben angekommen waren, liefen wir die West- und Ostteile der Brücke entlang, welche teilweise durch einen Glasboden bedeckt sind, sodass man nach unten auf die Themse schauen kann. Auch die viktorianischen Maschinenräume durften nicht fehlen. Nachdem wir die Tower Bridge besichtigt hatten, gingen wir zum bekannten Borough Market, wo wir uns mit internationalen Speisen versorgten. Mit der U-Bahn fuhren wir zurück zur Waterloo Station und von dort mit dem Zug weiter nach Guildford. Es war ein sehr interessanter Tag, jedoch auch sehr anstrengend - immerhin 14 000 Schritte wurden gezählt! 

Viele Grüße aus London
Nicole Wörthmüller

Sonntag, 4. März 2018
Heute war unser erster "richtiger" Tag in Guildford, nachdem wir bisher hauptsächlich Zeit mit unseren Gastfamilien und in London verbracht haben. Unser Treffpunkt war um 10 Uhr an der Friary Bus Station, dem zentralen Busumschlagplatz. Von dort aus gingen wir in die Kirche St. Mary, diese ist eine der ältestesten Kirchen in Guildford, welche uns durch den familiären Zusammenhalt der Gemeinde beeindruckte, die bei unserer Ankunft vor dem Gottestdienst gemeinsam frühstückte. Anschließend gingen wir weiter zum Guildford Castle und betrachteten dort den - leider noch nicht in Blüte stehenden - Englischen Garten sowie die Ruine des Castle. Nach der Besichtigung führte uns Frau Schubert an die einzelnen Praktikumsplätze, damit am Dienstag auch jeder genau weiß, wo er oder sie zur Arbeit erscheinen soll. Unter den Arbeitsplätzen waren z.B. Digital Clarity, die Stadtverwaltung von Guildford oder die University of Surrey, wo wir die in den 1960ern erbaute und frisch renovierte Kathedrale besichtigten, und auch spontan auf einer dort stattfindenden Hochzeitsmesse vorbeischauten - eine weitere Art, sich englische Firmen anzusehen! Danach fuhren wir um ca. 3 Uhr wieder zurück an die Friary Bus Station, wo wir uns als Gruppe trennten und Freizeit hatten um uns selbstständig in Guildford umzusehen, zu essen, einzukaufen oder am Abend in ein Pub zu gehen. 

Viele Grüße aus einem wieder schneefreien Guildford
Lina Schwind

Montag, 5. März 2018
Wir schreiben Montag den 5. März. Endlich ging es ans College zum vorgesehen Sprachkurs. Als wir uns um halb 10 am Eingang trafen, holte unsere Ansprechpartnerin Roz die Truppe mit einem Lächeln auf den Lippen ab und führte uns ins Klassenzimmer. Nach kurzer Einführung wie wir uns am Arbeitsplatz verhalten sollten und wie das Leben in England ein wenig leichter wird, ging es an das Ausfüllen einiger Anmeldeformulare, einen kurzen Test zur Info für unseren Lehrer Patrick Hobbs, und an eine kurze Fotorunde für unsere Ausweise am College. Danach begaben wir uns über einen kleinen Rundgang durch das College in die Mittagspause, wo sich dann auch jeder für den Nachmittag stärken konnte. Die Kantine machte sogar extra für uns etwas früher auf! Ab 13 Uhr hatten wir dann Patrick an unserer Seite, der spielerisch mit uns durch die Welt der Vokabeln und Gespräche gereist ist.  Um 15:30 war der ganze Spaß dann auch wieder vorbei und der Unterricht vorüber. Für manche ging es danach noch einmal ins Wetherspoon Pub, für andere direkt wieder zur Gastfamilie, da ja morgen die Reise in die englische Arbeitswelt beginnt.
 
Wilde Grüße aus England 
André 

Dienstag, 6. März 2018
Mein Tag startete heute um halb 8 Uhr morgens. Zuerst gab es wie immer gutes Frühstück von unserer Gastfamilie, denn „bei Omi schmeckt’s immer noch am besten“. Lecker Cornflakes, Toast mit Butter und Marmelade, und dazu Instantkaffee. Nach dem Frühstück haben wir das Haus um kurz nach 8 Uhr verlassen, um unseren Bus um 8.39 noch rechtzeitig zu bekommen. Dies sollte sich als schwerer als gedacht herausstellen, da die englische Pünktlichkeit bezüglich Busverkehr nicht die Beste ist :D Unser Bus hatte erstmal satte 30 Minuten Verspätung, wodurch wir bei unserem Praktikumsplatz anrufen mussten und fleißig auf Englisch erklärt haben, dass wir leider später ankommen. Vorbildlich wie eh und je. Nachdem ich dann noch meine Busstation verpasst hatte - denn nicht jede Station wird in England angekündigt oder angefahren, es sei denn, man betätigt die "bell" rechtzeitig - ging es dann schlussendlich um 9.15 Uhr bei digital clarity los. Vorab habe ich mich mit den Mitarbeitern bekannt gemacht und durfte dann ein nettes kleines Vorstellungsgespräch mit Rachel, meiner Vertrauensperson vor Ort, führen. Sie weiß jetzt auf jeden Fall, dass OKW in Buchen „Plastikzeugs“ herstellt. Nach unserer netten Konversation bekam ich die Aufgabe, mich mit den drei Hauptkunden zu beschäftigen, mit denen ich die nächsten drei Wochen arbeiten werde: ATR, die Safari-Experten, die auch Africa Travel Ressource genannt werden und weltweit bekannt für ihr extrem großes Angebot an Safari-Expeditionen und Urlaubsreisezielen in ganz Afrika sind; Bookf1, die als Lieferant für Tickets der Formel 1 weltweit bekannt sind; und bookmoto, die Lieferant für Tickets für die MotoGP sind. Informationen über diese Unternehmen holte ich mir bis ca. 12 Uhr ein, dann ging es in die Mittagspause, welche ich mit meinem ILWEA-Kollegen André verbrachte. Wir haben uns lecker Hähnchen mit Honigsosse und Reis gegönnt :) und uns etwas über die ersten Erfahrungen ausgetauscht. Im Anschluss bekam ich die Aufgabe, Exceltabellen mit Informationen über ATR zu überprüfen und auszubessern sowie Daten zu übertragen. Dies tat ich dann bis 17.40 Uhr, wonach ich Feierabend machen konnte. Nach einem netten Gespräch mit dem Geschäftsführer und meiner Vertrauensperson Rachel ging ich dann auf gut Glück zur Busstation, welche zwei Gehminuten von Digital Clarity entfernt ist. Dort angekommen war es 17.46 Uhr. Der Bus kam 17.42 Uhr, laut Plan. Aber was haben wir gelernt: auf Pünktlichkeit wird in England anscheinend nicht extrem genau bestanden, denn der Bus kam dann doch um 17.52 Uhr :D - Glück im Unglück! Nach dem Abendessen ging es in das Pub namens Wetherspoon, wo wir uns untereinander über den Tag austauschten. Alles in allem ein interessanter erster Praktikumstag. Ich durfte sehr viel von der englischen Arbeitsweise mitnehmen; somit wurden auch meine Erwartungen durchaus erfüllt. 

PS: Wenn ihr auch mal hier sein solltet, nehmt den Bus eine Uhrzeit früher :D

Wundervolle regnerische, sonnige und verschneite Grüße aus England :) 
Euer Andreas

Mittwoch, 7. März 2018
Heute war der 2. Arbeitstag am Guildford College. Das International Center kümmert sich um alle Internationalen Studenten des Guildford College. Es pflegt die Verbindung zu allen ausländischen Schulen und Institutionen, um einen möglichsten reibungslosen Ablauf des Aufenthalts zu ermöglichen. Während des Studiums helfen sie den Studenten sich einzuleben und bieten verschiedene Exkursionen an, sodass sich die verschiedenen Studenten aus allen Ländern der Welt autauschen können. Nun aber zu unseren Aufgaben. Da sich das College derzeit im Umbruch befindet, ist am International Center viel administrative Arbeit zu erledigen. Wir beschäftigen uns Hauptsächlich mit dem aufarbeiten der Kontakdaten aller Businesspartner. Dies ist eine eher eintönige Arbeit, die jedoch von allen Mitarbeitern zusätzlich zum Tagesgeschäft erledigt wird. Um uns ein wenig Ablenkung zu bieten, durften wir nach der Mittagspause mit einer japanischen Gruppe in das Brooklands Museum fahren. Das Museum befindet sich an der ältesten Teststrecke für Rennwagen und ist heute ein Ausstellungsort für verschiedenste Dinge. Es ist für jeden Technikbegeisterten etwas geboten. Ob Rennwagen (vor allem Formel1), Motorräder, Flugzeuge oder auch Busse, es gibt dort viel zu entdecken. Man kann es in etwa mit dem Technikmuseum in Sinsheim vergleichen. Die Highlights für mich waren die Formel 1 Boliden von Airton Senna und die Flugzeugausstellung, aber vor allem die Concorde mit den offenen Triebwerken. Nachdem wir mit der Besichtigung des Museums fertig waren, fuhren wir zurück an das Guildford College und duften in unseren Feierabend. Abends trafen wir uns zunächst in der All for One Bar um unsere Erlebnisse auszutauschen. Später gingen wir ins Weatherspoon um den Abschluss eines für mich ereignisreichen Tages abzurunden. Ich freue mich auf die nächsten Tage, vor allem da Tim und ich heute (08.März) die Aufgabe erhielten mit einer Japanischen Gruppe Ausflugsziele zu erarbeiten und eine Easter Treasure Hunt (Schnitzeljagd) für die Internationalen Studenten zu arrangieren.
 
Beste Grüße England
Euer Nicolai

Donnerstag, 8. März 2018
A library is the buffet of the spirit – Mein Arbeitsplatz ist das Learning Resource Centre (LRC) im Merrist Wood College und ähnelt auf den ersten Blick einer Bücherrei, doch in ihr steckt noch viel mehr als man denkt. Es ist ein Ort wo sich Schüler zum Lernen treffen können, Bücher ausleihen, Büroartikel erwerben, sich am Computer informieren können und in Arbeitsräumen Ausarbeitungen verfassen, und dieses Angebot wird auch großflächig genutzt. Meine Aufgabe ist dabei die Koordination zwischen den Studenten und mit anderen Universitäten. Ich reserviere Räume und Computer, pflege das Ausleihen und Abgeben von Büchern ein, verkaufe Bürobedarf, erstelle Werbebanner und bestelle Bücher von anderen Universitäten. Dabei komme ich natürlich immer in Kontakt mit anderen Studenten und kann dabei mein Englisch praktisch und vielseitig anwenden und mich selbst damit austesten. Ich arbeite dabei mit 7 verschiedenen Programmen auf dem Computer um meine Arbeit erledigen zu können und den Schülern schnellstmöglich weiterzuhelfen. Auch zwischen meinen sehr netten Arbeitskollegen kommt es immer wieder zu interessanten und abwechslungsreichen Unterhaltungen über alle möglichen Themen wie Brexit, Fussball, Schule und Familie, wobei ich mir viele neue Wörter aneignen konnte und ich selbst merke, dass meine Aussprache und Sprache immer flüssiger werden. Allerdings hat bisher noch jeder Student meinen deutschen Dialekt rausgehört ;-) Abends saßen wir dann gemütlich im „Stoke Pub“ zusammen und nahmen an einer englischen Quiz Night teil, erfolgreich erreichten wir eine Punktzahl von 11 und wurden damit auf dem letzten Platz zu den Siegern der Herzen!
 
Viele Grüße aus den „Woodlands“, euer
Luca Johannes Petermann

Freitag, 9. März 2018
Der 9. März war kein gewöhnlicher Tag. Heute feierten wir unser einwöchigen Aufenthalt in England. Wie gewohnt wurden wir von unserer Gastfamilie mit einem ausgewogenen Frühstück auf den Tag vorbereitet. Jedermann machte sich auf den Weg zur Arbeit und kam dort, wie gewohnt, überpünktlich und voller Tatendrang an.  Ich selbst startete mit einer interessanten und abwechslungsreichen Aufgabe: dem Verpacken von College-Prospekten samt persönlichem Brief in Briefumschläge im Print Shop an der University of Surrey. Bei dieser Tätigkeit bekam ich einen Überblick, aus welchen Ländern die Studenten überall kommen. Meine nächste Herausforderung bestand im Anbringen von Deckeln auf „Zeugnis-Rollen“ (siehe Bild). Nach anfänglichen Schwierigkeiten und durch sehr gute Unterweisung in diesem Arbeitsvorgang machte ich schnell Fortschritte und konnte meine Schnelligkeit in Sachen Montage optimieren. Meine Fähigkeiten in Sachen englischer Sprache konnte ich des weiteren durch aufmerksames Lauschen auf Radio und Kollegen verbessern. Die Mittagspause verbrachte ich mit einem Teil der Gruppe in einer Art Kantine. Natürlich nahm ich wie gewohnt am täglichen Gewinnspiel „Push the Button“ teil, das auf dem Flur vor dieser angeboten wurde. Die Aufgabe besteht darin, einen roten Knopf und dann alle Daumen zu drücken. Jedoch war ich ohne Erfolg - wie schon die Tage zuvor. Aber wer weiß... Der Nachmittag gestaltete sich ähnlich und ich übte die bereits genannten Tätigkeiten mit voller Konzentration aus. Natürlich hat mein Arbeitsplatz noch mehr zu bieten - so stand ich schon an verschiedenen Papierbearbeitungsmaschinen wie dem Falzer oder der Schneidemaschine, die sich hier "guillotine" nennt. Ab der nächsten Woche tausche ich den Arbeitsplatz mit einer meiner ILWEA-Kolleginnen im Appleseed Book Shop nebenan, wo ich noch mehr in Kontakt mit "native speakers" kommen werde. Es bleibt spannend! Um 16:30 lautete das Motto dann - Hoch die Hände, Wochenende! Einige unserer Gruppe fanden am frühen Abend den Weg in ein Theater und ließen sich von Shakespeares Macbeth begeistern. Im Laufe des Abends fanden wir uns alle zusammen im Wetherspoon wieder, tauschten uns aus und genossen den Freitagabend bei ein paar kühlen Bargetränken.
 
Viele Grüße aus Guildford
Maximilian

Samstag, 10. März 2018
Britannia ruled the waves – Am heutigen Samstag starteten wir pünktlich um 9:05 Uhr am Hauptbahnhof in Guildford zu unserem Kulturprogramm nach Portsmouth im Süden von England. Direkt nach der Ankunft konnte man schon den weitläufigen Hafen und eine beeindruckende Anzahl von Schiffen erblicken. Das Wetter zu unserem Ziel, der HMS Victory, war bis dahin mit Wolken und leichtem Regen sehr britisch. Auf dem Weg dorthin konnten wir schon andere Schiffe wie das erste Panzerschiff Englands, die „HMS Warrior“, oder den Flugzeugträger „HMS Queen Elisabeth“ bestaunen. Am Ziel angekommen erblickten wir ein original erhaltenes Schiff aus dem 18. Jahrhundert, das eines der bekanntesten und wichtigsten Schiffe Britanniens gewesen ist, die „HMS Victory“. Nachdem wir an Deck getreten waren erhielten wir einen eindrucksvollen Vortrag zum Bau dieses Schiffes und zur Seeschlacht von Trafalgar, in der dieses Schiff mitunter zum Sieg beigetragen hatte, und das Ganze auch noch im Kapitänskostüm von unserem heutigen Führer und Ausflugsplaner "Admiral John". Das Schiff betraten wir dann mit tragbaren Headsets und konnten dadurch mit Musik und Erzählungen nachfühlen, wie das Leben auf einem Schiff war und was genau bei einer Schlacht alles passierte. Nachdem Besuch des Schiffes gingen wir zum Royal Navy Museum und erfuhren noch mehr über die maritimen Traditionen der Engländer, und konnten uns bei interaktiven Attraktionen beim Morsen, U-Boote per Echolot orten und "versenken" oder Musketen schießen selbst als Matrosen unter Beweis stellen. Nach einem kurzen Kräfte sammeln im Einkaufszentrum fuhren wir sogleich auf den „Spinnaker Tower“, das höchste Gebäude Portsmouths, und konnten noch einmal die ganze Stadt und ihren Hafen in voller Pracht bestaunen. Das Wetter hatte mittlerweile auch umgeschlagen und Sonne (!) trat zum Vorschein. Nach diesem langen und erstaunenden Tag beschlossen wir uns Abends nicht mehr zu treffen und etwas früher zur Ruhe zu gehen.
 
Wissend warum Britannien die Wellen kontrolliert(e),
Luca Johannes Petermann

Sonntag, 11. März 2018
Nachdem wir uns gestern von Frau Schubert verabschiedet haben, haben wir heute unseren ersten "freien" Tag in England. Mit dem ersten Bus, welcher sonntags erst um 9:16 fährt, ging es zur Friary Station, von dort aus zum Bahnhof. Mein Ziel für heute ist das FC Chelsea Trainingsgelände und anschließend der Besuch eines Fußballspiels des FC Arsenal London. Nach Startschwierigkeiten (verpasster Zug) ging es zum Trainingsgelände. Leider fand die Trainingseinheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und so fuhr ich recht zügig weiter nach London. Dort angekommen ging es durch den London Underground direkt Richtung Emirates Stadium, Heimatstadion des FC Arsenal London. Komischerweise kam ich erst zur zweiten Halbzeit, nicht wie erwartet zu Spielbeginn. Problem war, dass meine App den Spielbeginn in deutscher Zeit angezeigt hat, welche ja bekanntlich eine Stunde später ist. Durch einen glücklichen Zufall kam ich mit einem Mann, der zwei Tickets hatte, doch noch ins Stadion und sah die zweite Halbzeit für nur 10£ - im Vergleich zu regulären Ticketpreisen von bis zu 90£ also sehr günstig. Immerhin fielen noch 2 Tore - somit hat es sich also vollends gelohnt. London gewann am Ende gegen Watford 3:0. Kurz danach lief ich noch eine Runde durch London und wurde typisch britisch von einem starken Regenschauer erwischt. Halb durchnässt trotz Regenschirm kam ich in die Waterloo Station und trat den Rückweg an. Währenddessen waren acht andere Teilnehmer in Guildford bummeln mit dem schon traditionellen Besuch des Wetherspoon Pubs. Die restlichen drei zog es nach Brighton an den Strand mit Besichtigung des Royal Pavilion und des Brighton Piers. Das Wetter zeigte sich dort ideal für einen Tag in der Nähe der Küste, freundlich und warm.
 
PS: Immer checken in welcher Zeitzone man sich befindet ;)
 
Grüße straight outta London
Mathias

Montag, 12. März 2018
Es ist Montagmorgen 7:40 Uhr, der Wecker klingelt und der Tag beginnt. Wie jeden Morgen machen sich Franzi, Janina und ich fertig. Danach gehen wir gemeinsam in die Küche um zu frühstücken. Jeden Abend richtet unsere Gastmutter den Tisch, so müssen wir uns nur noch setzen und los geht’s. So einen Luxus haben wir nicht einmal zuhause. Nach dem Frühstück ging der Tag dann richtig los. Also auf zum Bus, der sich wie immer verspätete. Trotzdem kamen wir pünktlich beim Sprachkurs an. Denn wenn wir auf unserer bisherigen Reise eins gelernt haben dann ist es: „Nimm lieber einen früheren Bus, denn entweder er verspätet sich oder er taucht nie auf“. Vor dem Klassenzimmer trafen wir dann den Rest unserer Gruppe, der nach und nach eintrudelte. Jeder erzählte von den Erlebnissen, die er am Tag zuvor gemacht hatte, denn jeder hatte den Tag zur freien Verfügung gehabt und so die verschiedensten Aktivitäten stattgefunden. Dann kam auch schon unser Lehrer Patrick an, und der Sprachkurs ging pünktlich um 9:30 Uhr los. Patrick stellte zu Beginn die Frage, welche deutschen Dinge wir vermissen. Dabei war Essen auf Platz eins. Besonders schwer war es dabei auf Englisch zu erklären was ein Fleischkäsbrötchen ist. Aber kein Problem, zusammen schafften wir es. Patrick nutzte seine Frage vom Anfang, um auf das Thema Kultur überzuleiten, was dann auch das große Thema des Tages war. Hierbei lernten wir auch kleine witzige Details kennen. So erzählte uns Patrick, dass man niemals einem Chinesen eine Uhr schenken soll, denn die Uhr ist für diese ein Symbol des Todes - somit kommt das Schenken einer Uhr mit dem Wünschen des baldigen Todes gleich! Auch lernten wir, dass das Übergeben der Visitenkarten für manche Kulturen eine große Bedeutung hat und man bei Businessreisen unbedingt auf die Gepflogenheiten vor Ort achten sollte. Nach der ganzen Theorie folgte dann die sehnlich erwünschte Mittagspause. Somit gingen wir alle mit unseren Gutscheinen los und kauften uns unser Mittagessen in der Kantine des Guildford College. Von Burger mit Pommes bis zu vegetarischen Gerichten war alles dabei, was man sich wünschen konnte. Nach der Pause begann dann die praktische Phase. In Gruppen erarbeiteten wir ein Programm für chinesische Businesspartner, die unserer imaginären Spielzeugfirma einen Besuch abstatten, da sie einen Vertrag mit uns schließen möchten. So wurden von uns drei unterschiedliche Programme erarbeitet. Auch musste eine Email an den CEO verfasst werden, in welcher die Hintergründe der ausgewählten Aktivitäten kurz beschrieben wurden. Nach der Gruppenarbeit erfolgte ein kurzes Spiel, in dem neu gelernte Wörter erraten und erklärt wurden. Jedoch gab es am Ende einen Gleichstand und keine der Gruppen gewann. Patrick beendete den Unterricht und gemeinsam gingen wir Teilnehmer in Richtung Innenstadt. Dort machten sich einige von uns auf den Weg zu ihren Gastfamilien, andere sahen sich etwas in den Geschäften um. Nachdem sich alle bei den Gastfamilien gestärkt hatten trafen wir uns im Wetherspoons und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Viele liebe Grüße aus dem oftmals regnerischen England sendet euch
Jana Kreuter

Dienstag, 13. März 2018
Mein Tag startete schon etwas früher als gedacht, denn leider wurde ich vom WhatsApp-Klingelton meiner Mitbewohnerin aus dem Tiefschlaf gerissen. So machte ich mich bereits um 7.00 Uhr auf den Weg ins Bad und anschließend in die Küche, um unser wirklich reichhaltiges Frühstück zu verspeisen. Dies bestand aus fünf verschiedenen Müslisorten, Instantkaffee, Orangensaft, Erdbeer- und Aprikosenmarmelade und natürlich Weizentoastbrot. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, machten wir uns auf zur Bushaltestelle, die sich in unmittelbarer Nähe zu uns befindet. Ich kann euch versichern, bereits nach einer Woche gehen einem die täglichen Abenteuerfahrten mit dem Bus ziemlich an die Substanz, denn es ist eindeutig nicht wie Zuhause, wo man einfach in sein Auto einsteigen kann und von einem Ort zum anderen fährt. Nein, man muss zuallererst eine geeignete Busverbindung suchen, dann zur Bushaltestelle laufen (diese befindet sich zwar nur 10 Gehminuten entfernt, allerdings fühlen sich diese morgens wie die Besteigung des Mount Everest an; mindestens!) um dann feststellen zu müssen, dass der Bus sich leider verspätet oder ausfällt. Heute Morgen hatte unser Bus zum Glück nur eine kleine Verspätung von ca. 15 Minuten, und so erreichte ich noch rechtzeitig meinen Praktikumsplatz im Manor Park. Dort angekommen wurde ich sofort von Karen herzlich in Empfang genommen und wir unterhielten uns erstmal über unsere Erlebnisse vom Wochenende. Danach machten wir uns daran, in den Postfächern der Studenten Briefe, die älter als einen Monat sind, auszusortieren und diese für die Rücksendung an den Absender fertigzumachen. Andernfalls würde so ein Paketzentrum sehr schnell überquellen. Eine weitere Aufgabe war es, die Paketregale aufzuräumen und Pakete bzw. Briefe für denselben Empfänger mit einem Streifen Klebeband zusammenzukleben - Ordnung macht die Arbeit übersichtlich. Karen erklärte mir, dass Dienstags ein etwas ruhigerer Tag wäre, da die Studenten erst am Wochenende in Kaufrausch verfallen und die Lieferungen bis Mittwoch brauchen würden. Somit setzte ich mich mit ihr hinter den Tresen und wir warteten, bis Studenten kamen, denen wir dann ihnen Pakete vom Vortag gaben oder ihnen in Problemsituationen halfen. Diese waren z.B. einen verloren Schlüssel zu ersetzen, ein störendes nächtliches Geräusch (laut Student ein lautes "woooooonnnnn") zu melden oder den nicht auffindbaren Weg zu Toilette zu zeigen. Als dann gegen Mittag die Pakete kamen half ich dabei, diese mit dem Namen des Empfängers zu versehen und in eine Exceltabelle einzuspeichern, um später den Studenten eine Infomail zum Erhalt ihrer Pakete schicken zu können. Danach sortierte ich jedes Paket in das entsprechende Fach ein, um später eine schnelle Abholung und einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können. Als alle Pakete bearbeitet waren, setzte ich mich wieder hinter den Tresen und hoffte auf viele hilfesuchende oder ihr Paket abholende Studenten, um mein gesprochenes Englisch weiter üben zu können. Aber auch in der Zwischenzeit mangelte es mir nicht an Gelegenheiten zum Gespräch und kulturellen Austausch: Meine Kollegen und ich vertrieben uns die Zeit mit etwas Smalltalk und Gesprächen z.B. über unsere Essgewohnheiten, denn wie sagt man: Andere Länder, andere (Tisch-)Sitten. Als meine Arbeitszeit vorbei war, machte ich mich auf den Heimweg und genoss noch die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages. Daheim angekommen begrüßte mich meine Gastfamilie wie immer herzlich und ich ging auf mein Zimmer, um einen kurzen Mittag bzw. Abendschlaf zu halten - mindestens sieben oder acht Stunden "Englischunterricht" am Stück sind schon eine Herausforderung! Als dann auch Franziska und Jana von ihrem Praktikumstag zurück waren, gab es wieder ein unwiderstehlich leckeres Abendessen, auf das ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte. Schließlich kann man es nicht als selbstverständlich bezeichnen, dass man als Gastmutter eine so begnadete Köchin hat, die einem einen so leckeren Schinkennudelauflauf mit Salat zaubert, dass man einfach nicht mehr aufhören kann zu essen. Außerdem gab es zum Dessert einen Apfelstrudel mit Vanilleeis ( jeden Tag ein anderes Dessert! ). Nach dem gemeinsamen Essen mit unserer Gastfamilie waren wir uns einig, dass für heute kein Pub für uns in Frage kommt, sondern wir lieber das große Puzzle fertigstellen wollten, das unsere Gastfamilie aufgegeben hatte. Nach ungefähr drei Stunden und einem fertigen Puzzle fielen wir erschöpft ins Bett und träumten von besserem Wetter, dem morgigen Abendessen und - nicht zu vergessen! - dem Dessert.

Viele liebe Grüße von der Insel
Eure Janina

Mittwoch, 14. März 2018
Der heutige Tag begann mit dem Klingeln meines Weckers um 7:20 Uhr. Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, ging ich runter in die Küche, wo der Frühstückstisch bereits gedeckt war. So aß ich wie jeden Morgen eine Schüssel mit gemischtem Müsli sowie einen Marmeladentoast zusammen mit einem Glas Orangensaft und einer Tasse Kaffee. Danach machte ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle, die sich - nach einer kleinen Busroutenänderung - nur drei Gehminuten entfernt befindet. Der Bus kam wie jeden Morgen etwas zu spät, weshalb auch ich 5 Minuten nach der Zeit an der University of Surrey, meinem Arbeitsplatz, ankam. Den Vormittag verbrachte ich damit, Broschüren über die dort angebotenen Studiengänge in Briefumschläge zu packen und Adressaufkleber, die wir zuvor erstellt hatten, darauf anzubringen. Diese Broschüren sind sehr ansprechend in Vollfarbe gestaltet und bieten dem neuen Studentenjahrgang zahlreiche Einblicke in die Universität und die vielen Angebote, die sie dort nutzen können. Nachdem ich mich in der Mittagspause gestärkt hatte, verbrachte ich meinen Nachmittag damit, die Links in den E-Mail-Vorlagen der verschiedenen Studiengänge auf den neuesten Stand zu bringen, damit alle künftigen Studenten schnell auf alle für sie notwendigen Informationen zugreifen können. Um 17:00 Uhr hatte ich dann Feierabend, verbrachte dann aber noch weitere 20 Minuten damit, auf den Bus zu warten, weil dieser wie morgens schon nur "ungefähr pünktlich" kam - aber mittlerweile haben wir gelernt, das Bussystem mit einem Schmunzeln zu betrachten (Wusstet ihr eigentlich, dass der größte Anbieter vor Ort, Arriva, zur deutschen Bahn gehört? Fanden wir sehr aufschlussreich…! ). Zuhause angekommen empfing mich meine Gastmutter mit einer dampfenden Tasse Tee und Keksen. Nach einem gemeinsamen Abendessen ließ ich meinen Abend gemütlich ausklingen.

Best wishes
Franziska

Donnerstag & Freitag, 15. - 16. März 2018
Wie gewohnt starteten wir sowohl Donnerstag als auch Freitag mit einem ausgewogenem Frühstück. Danach fuhren wir um 8.30 Uhr mit dem Bus zur University of Surrey. Dort angekommen begaben wir uns zum appleseed Bookshop, wo man uns liebevoll empfing. Für die nächsten zwei Wochen sind wir für zwei Tage hier eingeteilt, und für die anderen zwei Tage im Printshop. Unsere morgendlichen Aufgaben im Bookshop bestehen meist zuerst darin, die Schreibwaren sowie die Hoodies und T-Shirts aufzufüllen. Anschließend haben wir Kassendienst, wozu das Abkassieren der Kunden, Warenrückgabe und Hoodiebestellungen gehören sowie das Herausgeben von Wasserflaschen, die man an der Uni mit den "Surrey moves" genannten Paybackpunkten erhalten kann. Danach durften wir des Öfteren das Schaufenster oder die Vitrinen mit von uns gewählten Artikeln aus dem Sortiment des Bookshops dekorieren. Nach getaner Arbeit bekamen wir als Dankeschön für unseren guten Einsatz in dieser Woche von unseren Mentoren einen Milchshake spendiert. An den Nachmittagen stachen wir meistens Logos für die Hoodies, Sweatshirts und T-shirts aus, schnitten diese zurecht und druckten sie dann auf die Hoddies beziehungsweise T-shirts auf. Außerdem gehört zu unseren Aufgaben die Lieferungskontrolle, hierbei prüfen wir anhand des Bestellscheines die Menge in den Paketen, etikettieren diese Artikel anschließend und verräumen sie in die jeweiligen Regale im Lager oder im Laden. Um 16:30 haben wir für gewöhnlich Feierabend, und gingen heute nach einem ausgewogenem Dinner mit unserer Gruppe zum Spectrum Leisure Centre in Guildford, wo wir am Donnerstag Bowlen und einige Tage zuvor bereits Schlittschuhlaufen waren. Jetzt freuen wir uns auf den kommenden Samstag, an dem wir - dann zusammen mit Frau Müller - noch einmal nach London fahren.

Best wishes from England :-)
Lina and Nicole


Samstag, 17. März 2018
Liebes Tagebuch, heute war endlich mal ein "BUDDYTACH" - zu zweit ging es heute auf die Reise. Wie gewohnt starteten wir heute wieder mit einem ausgewogenen Frühstück, das Toastbrot und Müsli beinhaltete. Jedoch war der Kaffee der wichtigste Bestandteil des Ganzen. Noch müde machten mein neuer Freund und Mitpraktikant Maxi und ich uns daher deutlich später als geplant auf den Weg nach Brentford, um dort auch einmal ein typisch Englisches Fußballspiel anzusehen. Nach teils widersprüchlichen Aussagen der Bahnangestellten haben wir uns nach einer Runde „Schnick-Schnack-Schnuck“ doch für den richtigen Zug entschieden, der unser Abenteuer auch zuverlässig beginnen ließ. Anscheinend hatten viele Mitreisende denselben Plan wie wir, und wir konnten beim Umsteigen einfach der Menge folgen und fanden uns so blitzschnell in Brentford wieder. Dort angekommen gelangten wir auch in kürzester Zeit ans Stadion, das direkt hinter den Wohnhäusern versteckt war. Zu sehen gab es leider nur mittelklassigen Fußball ohne viel Support oder gute Stimmung, wie man es aus traditionsreichen Fußballstadien kennt. Etwas schade! Da der Samstag frostige Temperaturen mit sich brachte waren wir beide ziemlich erleichtert, dass die Heimreise ohne weitere Zwischenfälle von statten ging. In Guildford angekommen ging es kurz zur Gast-"Granny", um danach noch einmal im Wetherspoon die Hüften kreisen zu lassen. Dies passierte aber heute am "Buddytach" nur zu zweit, der Rest der Gruppe war noch anderorts auf England-Entdeckungsreisen unterwegs, so z.B. in London auf der St. Patrick's Day Parade; dafür lernten wir noch einige Engländer kennen, mit denen wir uns gut verstanden. Nach Beenden des Tanzsportes ging es für einen kleinen Abendschmaus zum Subway und wir hatten dank des ungewöhnlichen Wetters sogar Gelegenheit zu einer Schneeballschlacht gegen unsere neuen englischen Freunde aus dem Wetherspoon, bevor wir dann wie gewohnt mit dem Taxi die Heimreise antraten. Leider fuhren diese wegen des heftigen Schneefalls nicht mehr alle Viertel in Guildford an, und so ging der Abend mit einem Nachtspaziergang durch die Straßen Guildfords entspannt zu ende.

Sonntag, 18. März 2018
Mit großer Vorfreude haben wir uns heute Morgen um 10 Uhr am Bahnhof in Guildford getroffen um nach London zu fahren. Als erstes haben wir uns auf den Weg zum London Eye und den Houses of Parliament gemacht, aber leider konnte man nicht viel vom Elizabeth Tower sehen, da er gerade frisch renoviert wird. Auch Big Ben, die berühmte Glocke, schweigt derzeit. Nach einem kurzen Fotostop an der Westminster Abbey ging es aufgrund der eisigen Temperaturen zügig entlang der Whitehall, wo wir einen Blick auf den Sitz der Premierministerin Theresa May und das Banqueting House werfen konnten. Über das Gelände der Horse Guards gelangten wir zum St. James's Park und zum Buckingham Palace. Danach sind wir über die Mall zum Trafalgar Square und haben uns dort die Parade anlässlich des St. Patrick's Day angeschaut. Nach dem Mittagessen und Aufwärmen machten wir uns auf den Weg zum Piccadilly Circus. Nach kurzem Aufenthalt für einen kurzen Abstecher in Großbritanniens größtes Sportgeschäft und einen Souvenirladen ging es dann schon weiter zu unserem letzten Programmpunkt: The Shard. Auf dem Shard hatte man einen faszinierenden Ausblick über ganz London mit all seinen Wahrzeichen. Leider hat es nicht geklappt am heuten Tag zu Madame Tussaud's zu gehen, da dieses um 16 Uhr schloss und einige aus der Gruppe auch schon dort waren, weshalb der Plan kurzfristig geändert wurde. Gegen 16.30 Uhr haben wir uns auf den Rückweg nach Guildford gemacht. Am Abend war jedem selbst überlassen wie er diesen gestalten wollte.

Gruß Tim

Montag, 19. März 2018
Unser Tag startete fantastisch wie immer. Ein ausgewogenes Frühstück von unserer Gastmutter machte uns fit für den anstehenden Tag, denn Power und Ausdauer haben wir heute gebraucht. Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus um 8.40 Richtung Library, von wo aus wir dann zum College marschierten. André war zu diesem Zeitpunkt so gut gelaunt, dass er uns und viele Passanten mit Tanzeinlagen unterhielt. Gute Musik aus den 90ern half ihm dabei. Am College angekommen ging es dann auch schon mit dem Unterricht los. Patrick zeigte uns Werbespots, die wir dann daraufhin analysierten, worauf es in solchen ankommt: Wie kommen sie beim Zuschauer an, welche Intention haben sie und wie beeinflussen sie Menschen? Sehr interessant und zudem sehr unterhaltsam war diese erste Hälfte des Unterrichts. Zu Mittag gab es dann Essen aus der Kantine. Ich habe Couscous mit Lamm, Hackfleischsauce und Gemüse gegessen. Das war wie immer sehr reichhaltig und lecker! Nach der Pause ging es dann mit der zweiten Hälfte des Unterrichts weiter. Wir mussten anhand von Bildern aus Prospekten, die Parfüm zeigten und dafür warben, erklären, was die Intention dahinter sei. Das machte unheimlich Spaß, gelacht haben wir auf jeden Fall eine Menge. Zum Schluss hin haben wir dann in Gruppenarbeit unser eigenes Parfüm samt Logo und Namen kreiert und dieses den anderen Gruppen vorgestellt. Sehr interessant und spaßig, was die anderen Gruppen so an Ideen hatten. Von „for evà bis hin zu „cherry cherry lady von Dieter Bohlen" bis hin zu „Waterfall“ war alles geboten. Wir hatten tierischen Spaß! Auch Frau Müller durfte sich in der zweiten Hälfte des Unterrichts zu uns gesellen und mitschmunzeln. Nach dem Unterricht ging es dann ab 15:30 zum AirHop Trampoline Park, wo wir uns so richtig austoben konnten. Über Völkerball auf Trampolinen in 6er Teams, hin zu Sprüngen in Schaumstoffbäder bis zu Saltos, die ich versuchte. Zwei sind mir sogar gelungen! Hehe. Nach 1,5 Stunden anstrengendem aber sehr witzigem Herumgespringe ging es dann für viele nach Hause zum Dinner. Ein Team aus 6 Leuten inklusive Frau Müller machten sich auf den Weg ins Stoke pub, wo wir den Abend dann noch mit einem kleinen Bierchen und lecker Essen ausklingen ließen. Zum Ende hin hatten wir noch sehr interessante Gespräche über unseren Aufenthalt und unsere Erlebnisse. Gegen 18.30 machten wir uns dann auf den Weg nach Hause. Ziemlich erschöpft ging es dann auch zeitnah ins Bett. Zusammengefasst ein sehr lehrreicher und spaßiger Tag.

Grüße aus Guildford von
Andreas


 
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